Madamp A15MK2 Deluxe

Mein erster selbst gebauter Röhrenversärker ist der Madamp A15MK2 Deluxe. Der Entwickler (Martin Adams) hatte mit seinen Verstärkern das Ziel kostengünstige Bausätze für Röhrenverstärker anzubieten. Das Angebot war damals sehr verlockend: ein Röhrenvorverstärker (4x 12AX7/ECC83) mit zwei Kanälen plus Boost, Klangregelung und eine Endstufe (2x 6V6 im Push-Pull-Betrieb) für (damals) 250 €. Träum ich (!?)

Den Bausatz hatte ich mir damals über Weihnachten bestellt und gleich in Angriff genommen. Nach ein paar Tagen Bauzeit konnte ich den Verstärker das erste mal starten und es hat mich erst einmal von den Socken gehauen. Was für ein Sound aus „mickrigen“ 15 Watt Röhren. Von sauberen clean Sounds über Crunch nach Hard-Rock und Ansätze von Schwermetall war alles möglich!

Nach dem ersten aufschreien musste noch ein passendes Gehäuse her. Da ich kein Gehäuse von der Stange wollte und diese außerdem sehr teuer sind, hab ich mir kurzerhand im Holzfachgeschäft um die Ecke passendes Birken-Multiplex-Holz in 14mm Stärke besorgt. Multiplex-Platten deshalb, da ich mich beim Gehäuse an der Schwalbenschwanzverzahnung probieren wollte. Diese Art der Verzahnung der Holzplatten ist sehr aufwendig (ohne Machine), hat aber den Vorteil, dass kein Verschraubung notwendig ist. Der Anstrich sollte nicht dekend sein um die Maserung des Holzes noch durchsehen zu können. Bei der Farbe habe ich mich für Mahagoni-Rot entschieden.

Madamp in Rohform

Madamp in Rohform + späterem Lautsprecher

Madamp mit Anstrich

Madamp mit Anstrich in Mahagoni-Rot

Da ein Verstärker ohne Lautsprecher (-Box) etwas sinnlos ist, musste da auch noch etwas passendes her. Im gleichen Stil habe ich eine 1×12″ Gittarenbox mit einem Celestion Seventy 80 Lautsprecher gebaut. Hierbei kam wieder Birke-Multiplex-Platten mit 14mm Dicke zum Einsatz und diese wurden ebenfalls wieder per Schwalbenschwanzverzahnung verbunden. Für die Schallwand habe ich Holz mit 18mm Dicke verbaut, da diese u.a. Klang-beeinflussend ist. Außerdem wurde die Rückwand im „Split-Back“ Design entworfen. Die Box kann also komplett geschlossen gespielt werden (praktisch für Gigs) oder halb offen. Die halb offenen Variante hat vor allem in kleineren Räumen einen interessante Klangeigenschaft, die ich sehr schätze. Dadurch klingt die Box offener und hat bei rockigen Sounds einen freieren und kräftigeren Klang.
Madamp Fullstack

Madamp Fullstack

Zu guter letzt musste noch ein „eyecatcher“ her. Dazu habe ich einen Schriftzug auf dem Acrylglas eingraviert und damit auch gleichzeitig den Verstärker getauft: Der „Bruceamp“. Die Front wird zusätzlich noch seitlich von LEDs angeleuchtet um bei Auftritten einen besseren Effekt zu erzeugen.

Beleuchteter Schriftzug

Beleuchteter Schriftzug

Da der Verstärker noch um einen Fußschalter erweitert werden kann, habe ich diesen ebenfalls noch eingebaut. Dadurch kann sehr einfach zwischen Kanal 1&2 gewechselt werden. Zusätzlich wird damit der Gain-Boost aktiviert.

Der Verstärker hat bisher nur eine Modifikation erhalten: die Eingangsröhre (v1) wurde durch eine TT 12AX7/ECC83 ersetzt. Dadurch konnte ich nochmals einen eine Gain-Steigerung erreichen. An den anderen Positionen sind immer noch die ursprünglichen JJ 12AX7/ECC83 verbaut.

Vertrieben werden die Verstärker über die Webseite von Musikding.

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